Monozentrische Studie
Einfache Erklärung
Eine monozentrische Studie findet nur an einem Ort statt - einer Klinik oder Praxis. Das macht sie einfacher zu organisieren, aber die Ergebnisse sind weniger verallgemeinerbar.
Fachliche Details
Monozentrische Studien werden an nur einem Studienzentrum durchgeführt und haben den Vorteil einheitlicher Bedingungen, besserer Kontrolle und einfacherer Organisation. Der Principal Investigator hat direkten Überblick über alle Aktivitäten, was Qualitätssicherung und Kommunikation erleichtert. Monozentrische Studien sind typisch für Phase-I-Studien, kleinere Phase-II-Studien oder spezialisierte Untersuchungen mit besonderen Anforderungen. Der Hauptnachteil ist die begrenzte Patientenrekrutierung und eingeschränkte externe Validität - die Ergebnisse sind möglicherweise nicht auf andere Populationen oder Behandlungssettings übertragbar. Die Patientencharakteristika können durch lokale Faktoren (Geographie, Sozialstruktur, Behandlungsstandards) beeinflusst sein. Für seltene Erkrankungen oder hochspezialisierte Verfahren können monozentrische Studien jedoch die einzige praktikable Option sein.
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Wann sind monozentrische Studien sinnvoll?
Bei Phase-I-Studien, seltenen Erkrankungen oder wenn spezielle Expertise an einem Zentrum konzentriert ist.
Sind monozentrische Studien weniger aussagekräftig?
Sie haben eine eingeschränkte Generalisierbarkeit, können aber bei spezifischen Fragestellungen sehr wertvoll sein.
Können monozentrische Studien für Zulassungen verwendet werden?
Selten, da Behörden meist multizentrische Daten für die Generalisierbarkeit fordern.