Verblindung
Einfache Erklärung
Verblindung bedeutet, dass bestimmte Personen in einer Studie nicht wissen, wer welche Behandlung bekommt. Das verhindert, dass dieses Wissen die Ergebnisse verfälscht.
Fachliche Details
Verblindung (Blinding) ist eine zentrale Methode zur Bias-Kontrolle in klinischen Studien. Sie verhindert, dass das Wissen über die Behandlungszuteilung die Wahrnehmung, Bewertung oder das Verhalten der Beteiligten beeinflusst. Die Verblindung kann verschiedene Personen umfassen: Patienten (Patient Blinding), Behandler (Investigator Blinding), Datenauswerter (Assessor Blinding) oder Statistiker (Statistician Blinding). Effektive Verblindung erfordert identisch aussehende, schmeckende und riechende Präparate. Bei nicht-medikamentösen Interventionen können Sham-Verfahren verwendet werden. Die Qualität der Verblindung kann durch "Blinding Assessment" getestet werden - Befragung der Teilnehmer über ihre Vermutungen. Unbeabsichtigte Entblindung durch charakteristische Nebenwirkungen oder Wirkungen ist ein häufiges Problem. Notfall-Entblindung muss jederzeit möglich sein.
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Wer sollte in einer Studie verblindet werden?
Idealerweise alle Beteiligten - Patienten, Ärzte, Datenauswerter und Statistiker.
Wie wird Verblindung technisch umgesetzt?
Durch identisch aussehende Präparate, Sham-Prozeduren oder spezielle Verpackungssysteme.
Was ist Notfall-Entblindung?
Das sofortige Aufheben der Verblindung bei medizinischen Notfällen, wenn das Wissen über die Behandlung lebensrettend ist.