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Selektionsbias

Auch bekannt als: Selection Bias, Auswahlverzerrung

Einfache Erklärung

Selektionsbias entsteht, wenn die Teilnehmer einer Studie nicht representative für die Zielgruppe sind, für die das Medikament später eingesetzt werden soll. Wenn beispielsweise eine Herzstudie hauptsächlich junge, gesunde Männer einschließt, lassen sich die Ergebnisse nicht auf ältere Frauen mit Begleiterkrankungen übertragen. Die Auswahl der "falschen" Patienten kann die Ergebnisse stark verzerren.

Fachliche Details

Selektionsbias kann in verschiedenen Phasen auftreten: bei der Rekrutierung, Einschlusskriterien, geografischen Verteilung oder durch Selbstselektion der Teilnehmer. Er bedroht die externe Validität (Generalisierbarkeit) von Studienergebnissen. Randomisierung schützt vor Selektionsbias bei der Gruppenzuteilung, nicht aber bei der initialen Teilnehmerauswahl.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • CONSORT Guidelines
  • STROBE Guidelines