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Randomisierung

Auch bekannt als: Zufallszuteilung, Random allocation

Einfache Erklärung

Randomisierung bedeutet, dass per Zufall entschieden wird, welcher Patient welche Behandlung bekommt. Das ist wie beim Münzwurf - fair und unvorhersagbar.

Fachliche Details

Die Randomisierung ist ein fundamentales Prinzip klinischer Studien und erfolgt meist computergestützt nach mathematischen Algorithmen. Sie stellt sicher, dass sich bekannte und unbekannte Einflussfaktoren gleichmäßig auf alle Behandlungsgruppen verteilen. Ohne Randomisierung könnten Ärzte unbewusst gesündere Patienten in eine bestimmte Gruppe einteilen, was die Ergebnisse verfälschen würde. Es gibt verschiedene Randomisierungsverfahren: einfache Randomisierung (wie Münzwurf), Block-Randomisierung (gleichmäßige Verteilung in Blöcken) und stratifizierte Randomisierung (Berücksichtigung wichtiger Patienteneigenschaften wie Alter oder Schweregrad der Erkrankung).

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Kann ich als Patient beeinflussen, in welche Gruppe ich komme?

Nein, das ist der Sinn der Randomisierung - die Zuteilung erfolgt rein zufällig und kann nicht beeinflusst werden.

Was passiert, wenn die Randomisierung ungleiche Gruppen erzeugt?

Bei größeren Studien gleichen sich zufällige Ungleichgewichte meist aus. Bei kleineren Studien gibt es spezielle Verfahren wie Block-Randomisierung.

Erfahre ich vor der Teilnahme, in welche Gruppe ich komme?

Nein, die Gruppenzuteilung erfolgt erst nach Ihrer Einverständniserklärung und oft erst nach den Voruntersuchungen.