Zurück zum Glossar

P-Wert

Auch bekannt als: Probability Value, Signifikanzwert

Einfache Erklärung

Der P-Wert zeigt, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Studienergebnis nur durch Zufall zustande gekommen ist. Ein P-Wert unter 0,05 gilt meist als statistisch bedeutsam.

Fachliche Details

Der P-Wert (probability value) ist die Wahrscheinlichkeit, ein mindestens so extremes Ergebnis zu beobachten, wenn die Nullhypothese (kein Unterschied) wahr wäre. Er wird als Dezimalzahl zwischen 0 und 1 angegeben. Konventionell gilt p < 0,05 als statistisch signifikant, was bedeutet, dass das Ergebnis mit weniger als 5% Wahrscheinlichkeit durch Zufall entstanden ist. Der P-Wert ist jedoch nicht die Wahrscheinlichkeit, dass die Nullhypothese wahr ist, und sagt nichts über die klinische Relevanz aus. Kleine P-Werte können auch bei klinisch unwichtigen Unterschieden auftreten (bei großen Stichproben). Multiple Testung kann zu falsch-positiven Ergebnissen führen (Bonferroni-Korrektur). P-Hacking (selektive Datenanalyse) ist ein bekanntes Problem. Moderne Statistik betont Konfidenzintervalle und Effektgrößen zusätzlich zu P-Werten.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Was bedeutet p < 0,05?

Das Ergebnis würde bei wahrer Nullhypothese nur in weniger als 5% der Fälle durch Zufall auftreten.

Bedeutet ein kleiner P-Wert klinische Relevanz?

Nein, auch klinisch unwichtige Unterschiede können statistisch signifikant sein.

Warum ist P-Hacking problematisch?

Durch selektive Analyse können scheinbar signifikante Ergebnisse erzeugt werden, die nicht reproduzierbar sind.