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Confounder

Auch bekannt als: Störfaktor, Confounding Variable, Kovariable

Einfache Erklärung

Ein Confounder ist ein Störfaktor, der sowohl mit der Behandlung als auch mit dem Ergebnis zusammenhängt. Dadurch kann er vortäuschen, dass eine Behandlung wirkt oder nicht wirkt.

Fachliche Details

Confounder sind Variablen, die sowohl mit der Exposition (Behandlung) als auch mit dem Outcome (Ergebnis) assoziiert sind und dadurch den beobachteten Zusammenhang verfälschen können. Sie können zu scheinbaren Zusammenhängen führen, wo keine bestehen (positive Konfundierung), oder wahre Zusammenhänge verschleiern (negative Konfundierung). Klassische Confounder in medizinischen Studien sind Alter, Geschlecht, Sozialstatus, Schweregrad der Erkrankung oder Begleitmedikation. Konfundierung kann durch Studiendesign (Randomisierung, Matching) oder statistische Methoden (Stratifizierung, multivariate Analysen) kontrolliert werden. Residual Confounding durch unbekannte oder nicht messbare Faktoren bleibt jedoch immer ein Problem. Die Identifikation und Kontrolle von Confoundern ist essentiell für kausale Schlussfolgerungen.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Wie können Confounder kontrolliert werden?

Durch Randomisierung im Studiendesign oder statistische Adjustierung in der Auswertung.

Können alle Confounder kontrolliert werden?

Nein, unbekannte oder nicht messbare Confounder (Residual Confounding) bleiben ein Problem.

Was ist der Unterschied zwischen Confounder und Bias?

Confounder sind spezifische Störvariablen, Bias ist der allgemeine Begriff für systematische Verzerrungen.